Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

Von Meike Wagner|25. September 2018|Kenia Tagebuch|

Der Schulbetrieb hält uns auf Trab. Irgendwas wird immer benötigt. Hätte ich mehr Geld zur Verfügung und ein vernünftiges Lager, würde ich Vorräte anlegen. Aber wir sind in Afrika und so einen Standard können wir uns (noch) nicht leisten, darum fahre ich doch gern immer wieder in die Stadt – für Öl, Tomaten, Zucker, Schwämme, Seife, Klopapier und und und.

Gleichzeitig ist es natürlich auch schön zu sehen, wie der Schulbetrieb täglich doch recht reibungslos funktioniert und wie jeder seinen Teil dazu beiträgt.

Nebenbei arbeiten wir langsam beim Waisenhaus weiter (Waschraum, Küche). Wir brauchen jetzt Spezialisten (Klempner, Fliesenleger), die haben nicht immer Zeit wie wir so wollen (bzw. sind charmant-afrikanisch unzuverlässig). Was wir aber geschafft haben, ist den Regenwasser-Tank von seinem temporären Standort neben dem Lagerschuppen auf ein vernünftiges Fundament hinter der Schule zu versetzen. Auch gibt es jetzt endlich, wie es sich für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Schule gehört, getrennte Jungen-, Mädchen- und Lehrertoiletten.

Ach ja, die Toiletten. Da müssen Cellestine und ich auch einige Diskussionen führen, da sich die Offenheit für unsere neuartigen EcoSan-Toiletten echt in Grenzen hält. Zudem müssen ein paar Kinder den richtigen Gebrauch noch lernen, was den Ruf nach einer traditionellen Grubentoilette noch verstärkt. Aber diese verunreinigen das Grundwasser und stinken zudem unglaublich. Verständnis und Annahme ist ein Prozess, der noch eine Weile dauern wird.

Ansonsten freuen wir uns auf den Brunnen, den wir Dank einer japanischen Bohrfirma bald haben werden, und auf unsere Klassenzimmer, die Dank von Crown Paint (Firma aus Kisumu) bald einen hellen Anstrich bekommen werden. Schön, dass dieses Projekt von so vielen Seiten unterstützt wird!

Ich bin jetzt erst einmal 3 Wochen im Urlaub durch Kenia und melde mich danach wieder mit den neusten Neuigkeiten.

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