18.11.2018 – Erfolgreicher Spenden-Aufruf

Erfolgreiche Spendenaktion bei betterplace.org

Liebe Freunde!

Mitte September hatten wir über betterplace.org dazu aufgerufen, uns bei der Finanzierung von Tischen, Stühlen, Tafeln, Regalen, Uniformen und einem Schultor zu unterstützen. 
Und siehe da:

Dank eures großzügigen Engagements haben wir gemeinsam unglaubliche 

3.677,00 Euro

zusammengelegt! Damit kann nun all das oben genannte besorgt werden. Echt unbeschreiblich. Wir, der Verein Häuser für Waisenkinder, danken euch von Herzen! 

Die Schneiderin präsentiert das erste Hemd für die Schuluniformen.
Die Schneiderin präsentiert das erste Hemd für die Schuluniformen.

Unsere Mitarbeiterin vor Ort, Meike, hat nun angefangen, das Geld zu investieren. Als die Lehrerinnen von den Schuluniformen erfuhren, erwiderten sie freudig: „Oh, du und deine Leute, ihr müsst uns wirklich lieb haben!“. Ja, das tun wir, und sie wissen, dass das nicht selbstverständlich ist.

Noch bevor die Kinder in die Sommerferien gingen, kam die Schneiderin vorbei, um die Maße eines jeden Kindes zu nehmen. Dann wurden die Stoffe gekauft, und seitdem ist sie am Werk. Dazu kommen noch Socken, Schuhe und Pullover, sodass Anfang Januar, wenn die Schule wieder losgeht, fertige Uniformen an glückliche Kinder übergeben werden können.

Auch neu sind die Matratzen. Und die Stühle, Tische und Regale, die der Tischler angefertigt hat.

Die neuen Regale sind fast fertig! Endlich Ordnung im Klassenzimmer
Die neuen Regale sind fast fertig! Endlich Ordnung im Klassenzimmer
Der Tischler arbeitet fleißig an den Tischen für die Schulklassen.
Der Tischler arbeitet fleißig an den Tischen für die Schulklassen.

Alle vor Ort sind aufgeregt über so viel Unterstützung.
Meike sagt: „Alle spüren, dass sich etwas bewegt. Der Fortgang des Projektes motiviert sie, sich engagiert einzusetzen. Caroline kommt an Ihrem freien Sonntag vorbei, um den frischen Beton im Waisenhaus nachzubehandeln. Raymond bringt uns Asche für die Toiletten. Stephen, ein 17-jähriger Waise aus der Nachbarschaft, packt immer an wo Hilfe benötigt wird. Jackeline bringt Trinkwasser, wenn es mal wieder lange nicht geregnet hat. Denn sie alle wissen, dass es sich lohnt, sich für das Projekt und die Kinder zu engagieren.“

Für das kommende Schuljahr, welches im Januar beginnt, wird noch Geld für die Schulspeisung und für Lernmaterialien (besonders Lehrbücher) benötigt, siehe: 
betterplace.org 

„betterplace.org“ ist Deutschlands größte Spendenplattform.

Vielleicht kennst du jemanden, der uns dabei helfen kann.
Teile diese Nachricht mit Freunden und Verwandten!

Danke!

Schulbetrieb aufgenommen

Schulbetrieb in Siaya wurde aufgenommen!

Gute Nachricht: Heute teilte uns Celestine mit, dass der Schulbetrieb mit den ersten Kindern aufgenommen wurde und schickte uns untenstehendes Foto vom Schulstart.

Monatsbericht April 2018

Monatsbericht April 2018

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins,

die letzten Wochen standen im Focus von Meike’s Reise nach Siaya. Nachdem sie vor einigen Wochen nach Hennef zum Kennenlernen kam, wurde nun alles konkreter. Vieles war zu besprechen und zu organisieren. Jetzt ist es verbindlich: Meike wird am 17.05. von Berlin nach nach Hennef kommen und abends nach Kenia abreisen. Sie wird zunächst ein paar Tage in Nairobi verbringen und am 20. oder 21. Mai in Siaya eintreffen. Wir haben ab 13 Uhr einen Tisch bei „Gilgens“ auf der Frankfurter Str. reserviert und werden Meike gebührend verabschieden. Alle Mitglieder können gerne daran teilnehmen.

In Kenia wird Meike sich übergeordnet in unser Projekt einbringen, während die Bauleitung von den Kenianern übernommen wird. Dazu gehören auch Kontakte zum Gouverneur und anderen Politikern pflegen und die Spendenakquise in Kenia forcieren. Meike wird auch den Blog, das kenianische Tagebuch, weiterführen.

Im April fand auch die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Das Protokoll befindet sich ebenfalls im Anhang. Kurz vorab: Der Vorstand wurde komplett wiedergewählt. Im Namen des Vorstandes bedanke ich mich für euer Vertrauen und die Wiederwahl.

Um Verwaltungskosten zu sparen, haben wir den Vertrag um die Internetseite zu hosten bei „Hosteurope“ gekündigt und werden ab Herbst zu „Limacity“ wechseln. Limacity hosted uns zunächst für 3 Jahre kostenlos- mit Option auf Verlängerung. In diesem Zuge wird auch die Internetseite überarbeitet. Das ist zurzeit in Arbeit und wird in Kürze hochgeladen werden. An diesen Aktionen, sowie die Erstellung der Ausweise für Meike und die MOCC- Mitglieder ist – unser relativ neues Mitglied – Wolfgang Pens maßgeblich beteiligt. Vielen Dank dafür!

Außerdem hat Wolfgang Pens angeboten, in Kürze einen Raum in seinem neuen Haus dem Verein als Büro zur Verfügung zu stellen!!! Vielen Dank auch dafür! Es wird Susannes beengte Situation deutlich verbessern.

Also bitte vormerken und vorbeikommen:
Donnerstag, den 17.05. kommt Meike um 13.08 Uhr und fährt um
18.22 Uhr ab.

Wir werden sie am Bahnhof abholen und gehen dann zu „Gilgens“.

Viele Grüße

Heiko Wäsche
1. Vorsitzender
Häuser für Waisenkinder e.V.
www.haeuser-fuer-waisenkinder.org

Jahreshauptversammlung 14. April 2018

 

Bei den Wahlen wurde der alte Vorstand in seinen Ämtern bestätigt.

Im letzten Jahr wurde viel erreicht und unsere Arbeit wird in gleicher Weise engagiert fortgeführt werden.

Bericht_Jahreshauptversammlung_am_14

Unser 1. Vorsitzender reist nach Siaya

 Heiko Wäsche reist am Dienstag, den 30.05.2017 für 2 Wochen nach Siaya, um den Fortgang der Arbeiten vor Ort zu begutachten und die nächsten Arbeitsschritte einzuleiten. Ein ausführlicher Bericht wird nach seiner Rückkehr erscheinen. 

Änderung unserer Kontoverbindung

Wegen erheblicher Kostenerhöhung unsere alten Bank, haben wir uns für eine neue Bankverbindung entschieden:
Kreissparkasse Köln
IBAN
DE88 3705 0299 0081 2795 91
BIC: COKSDE33XXX

Statusbericht März 2017

Heute möchte ich einen Rückblick über die Ereignisse auf der Baustelle in Siaya geben.

Der Dachstuhl wurde aufgestellt und mit Wellblechplatten eingedeckt. Parallel dazu wurden die Stützpfeiler für den Laubengang ebenfalls aus Lehm hergestellt.  Cellestine hat uns diese Fotos geschickt.

Cellestine arbeitet mittlerweile als Vollzeitkraft für M.O.C.C., unserem  Partnerverein. Sie steht in engem Kontakt mit uns in Deutschland, koordiniert die nächsten Bauschritte, organisiert das Einholen von Angeboten und hält die Baustelle zusammen. Weiterhin kontrolliert sie in Zusammenarbeit mit dem Sekretär Martin Baraza die Finanzen auf der Baustelle . 

Es fanden mehrere offizielle Termine auf der Baustelle statt. Die Behördenvertreter Minister of Education, Minister of Lands und der Governeur kamen um die Fertigstellung des ersten Abschnittes zu sehen.
Nach wie vor sind die Menschen sehr interssiert und begeistert. Alle bewundern, dass wir zum Bau lediglich den normalen Lehm verwendet haben und dass die Gebäude so stabil sind. Das Projekt ist im großen Umkreis im Gespräch, so dass auch Governeure aus anderen Gebieten die Baustelle besuchen. 

Cellestine hat den Antrag zum Betrieb der Schule eingereicht, der zurzeit noch bearbeitet wird. Eine Auflage ist, dass die Schule eingezäunt sein muss. So haben wir gemeinsam die verschiedenen Möglichkeiten eines Zaunes diskutiert. Holzpfähle wären die preiswerteste Lösung, scheiden jedoch aus, da sie sehr schnell von Termiten zerfressen werden würden. Die Termiten sind dort sehr aggressiv, das habe ich selber vor Ort erlebt.
Pfosten aus Stahlprofilen wären gut, werden jedoch immer wieder von Altmetallsammlern nachts abgesägt und an Schrotthändler verkauft.

Somit bleiben nur Pfosten aus Stahlbeton. Das ist die teuerste Lösung, aber auch die nachhaltigste. Um die Kosten möglichst gering zu halten, hat M.O.C.C. eine Form geliehen und die erforderlichen Baustoffe gekauft. Mit ein paar Arbeitern stellen wir die Pfosten selber her, sparen gegenüber den handelsüblichen Preisen und schaffen wieder Jobs für Arbeitslose. 

 

Übrigens haben wir herausgefunden, dass jeder Arbeiter weitere rund 10 Personen unterstützt. D.h., dass die Gehälter, die wir an unsere 30 Arbeiter gezahlt haben rund 300 Personen unterstützt haben! 

Im vergangenen Jahr haben wir die notwendige Kostenabrechnung für das BMZ erstellt und eingereicht. Hauptsächlich hat dies Susanne Koschewski, unsere
2. Vorsitzende, organiiert. Unterstützt wurde sie bei diesem sehr aufwändigen Verfahren von Martin Fischer, Karsten Bomberg und Heiko Wäsche. Ein großer Dank geht an alle Beteiligten, vor allem an Susanne.

Für die weitere Durchführung der Baustelle in Kenia suchen wir ständig Menschen, die zur Unterstützung nach Kenia reisen und sich dort etwas beteiligen.  Auch kurzzeitige Aufenthalte sind möglich. Die Kenianer freuen sich immer sehr wenn Besuch aus Deutschland kommt!

Kontakt und Infos unter: Kontakt

Frauen Power

Der heutige Beitrag ist den Frauen auf der Baustelle gewidmet.

Zunächst hatten sich nur Männer auf der Baustelle beworben. Manche blieben ein paar Tage, manche nur einen Tag. Aber kurze Zeit später gab es eine feste Mannschaft bestehend aus 13 Männern.
Die einzige Frau, die zwar nicht auf der Baustelle, sondern im Hintergrund  bei M.O.C.C.  tätig ist, heisst Cellestine.

Seit 3 Jahren arbeitet sie  ehrenamtlich für M.O.C.C. als Kassenwartin. Von Beruf ist sie Sozialarbeiterin. Zurzeit wird sie als Teilzeitkraft bezahlt.
Für die Baustelle organisiert sie die wöchentlichen Lohnzahlungen, die zunächst bar ausgezahlt wurden. Mittlerweile werden sie per M-Pesa, einem Bezahlsystem per Handy, geleistet.  Da in Kenia sehr viele Menschen kein Bankkonto haben, wird überall das Bezahlsystem „M-Pesa“ genutzt.

Damit kann man quasi alles bezahlen, sogar Waren bestellen. In M-Pesa Shops kann man Guthaben auf seine Handy – Nummer aufladen und über eine spezielle Funktion im Handy , verschicken. 

Jeden Samstag kommt Cellesine mit einer Frau, die einen M-Pesa Shop betreibt, um die Löhne zu verschicken.  Vorher werden noch die Beträge abgezogen, die jeder für Essen der vergangenen Woche bezahlen muss.                                            

 

 

 

 

 

Als der Arbeitsumfang zunahm und weitere Arbeiter benötigt wurden, wurden nur Frauen für den neuen Bereich des Siebens, eingestellt. Etwas am Rand der Baustelle fingen diese Arbeiten an. Männer und Frauen waren zunächst etwas scheu. 

 

 

Wenig später sollten dann die Putzarbeiten an dem kleinen Gebäude beginnen. Mehrere Arbeiter sagten, dass dies traditionell die Arbeit der Frauen sei. Also wurde gefragt, wer diese Arbeiten ausführen kann.

Es meldeten sich drei Frauen, die das Gebäude innen und aussen mit Lehmputz sehr sauber verputzten. Sie gestalteten auch die  Dekorationen der Fassade. 

Später versammelte der Vorarbeiter Michael Aput alle MitarbeiterInnen um sie nach ihren Fähigkeiten und Arbeitswünschen zu befragen. Es meldeten sich Frauen für die Schreinerei, Estrich legen und sogar für das Lehmstampfen oben auf der Schalung.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Stimmung auf der Baustelle durch die Integration der Frauen deutlich entspannter geworden ist und sich noch mehr ein Mannschafts- Gefühl eingestellt hat.
Das wird auch im Besonderen durch „Mama Chakula“ unterstützt, die alle mit gutem Essen versorgt. „Chakula“ heißt Essen auf Kiswahili. Häufig werden Menschen nach ihren Berufen gerufen, wie Fundi für Handwerker und Dereva für Fahrer. Oft weiß niemand den richtigen Namen. 

Sie kommt jeden Morgen schon um 8 Uhr, macht Feuer und kocht gemeinsam mit einer Helferin frisch und leckere Chapati, Bohnen, Ugali (Maisbrei), Sukuma wiki (Spinat ähnliches Gemüse).

Guter Fortschritt

Zunächst ein kurzer Rückblick, was in den letzten Tagen vor meiner Abreise geschah. Am 10.02. kam Karsten Bomberg aus seinem Urlaub von der Küste in Diani, 1.000 km entfernt und gefühlt wie 2.000, mit dem Bus nach Siaya um uns zu besuchen und viele Werkzeuge zu bringen. Höhepunkt ist ein Profi-Akkuschrauber. Aber auch die anderen Gerätschaften helfen sehr! Vielen Dank an Karsten  für den Transport.

 

Einfache Dinge wie Wasserwaagen sind hier kaum zu bekommen, und wenn, dann nur in Billig- China Ausführung, die nicht lange hält. Alle haben sich sehr gefreut.
Es wurde der Dachstuhl für das Lehrergebäude, das  übergangsweise als Lager benutzt wird, gerichtet. Traditionell ist es hier üblich, dass die Frauen die Wände verputzen. Das haben wir übernommen, nur mit der Veränderung der Lehmputzmischung. Normalerweise wird der Lehm mit Kuhdung vermischt. Das reicht aber bei weitem nicht aus und so entstehen immer sehr viele tiefe Risse. Nach mehreren Versuchen haben wir dann das richtige Mischungsverhältnis gefunden, so dass kaum Risse entstanden.

 

Es hatte sich herumgesprochen, dass Karsten gekommen war und so besuchte uns eine Delegation des Gouverneurs um Karsten zu begrüßen und ihren Dank für die Werkzeuge auszusprechen. 

Am Montag den  07.03. kamen rund 30 (!) BewerberInnen. Es hat sich ziemlich rumgesprochen, dass hier zuverlässig Samstags bezahlt wird und auch Frauen eingestellt werden.

Während meiner Abwesenheit hat sich viel verändert. Das Lehrergebäude ist im Wesentlichen fertig gestellt. Das Dach ist gedeckt die Fenster eingebaut und verglast. Das war eine Überraschung, denn es war noch nicht klar, wie die Verglasung ausführen werden könnte. Die vorliegenden Angebote waren alle zu hoch. Jetzt stellte sich heraus, dass Raymond derTischler, der so schon ein großer Gewinn ist, auch verglasen kann. So fallen nur die Material- und Lohnkosten an. Preiswerter geht es nicht! So können später die gesamten Schulfenster verglast werden.

Auch für die Toiletten und Schultüren hatte ich bereits Angebote eingeholt, aber auch die werden wir selber bauen. Natürlich kann Raymond das nicht alles alleine machen. Es kristallisiert sich immer weiter heraus, wer welche Arbeiten favorisiert und wird dann entsprechend eingesetzt. Otieno, der am Anfang so einige Probleme hatte und ein paar Mal ausfiel, hat seine Holzbau- Fähigkeiten entdeckt und arbeitet seit dem zügig und zuverlässig, und hat seit dem noch keinen Tag gefehlt. So gibt es noch einige andere, die sich positiv entwickelt haben du Raymond eine große Hilfe sind.

Der Putz des Lehrerzimmers ist fertig gestellt. Hier gibt es noch ein paar Stellen, die wir nachbessern müssen. Das liegt daran, dass zunächst die Mischung des Putzes noch nicht ganz richtig war.

Den Unterschied sieht man ganz klar bei den Toiletten. Hier ist der Putz ebenfalls fertig, aber viel besser.

Beim Schulgebäude ist die erste Reihe Stampflehm fertig. Wir haben weitere Wandanker in Dar-es- Salam bestellt, aber wieder nur einen Teil bekommen. Diese deutsche Firme ist sehr unzuverlässig, aber wir haben keine Alternative.

Michael hat in Nairobi die gesamten großen Baustoffhändler aufgesucht, aber keine Wandanker gefunden. Unseres Wissens ist die Firma in Dar-es-Salam (Tansania) die einzige in Ostafrika. In dieser Woche sollen die fehlenden Teile geliefert werden, so dass wir erneut unsere Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen können.

Nachdem uns mehrere Köchinnen, die Mittags Essen gebracht haben, öfter versetz haben, gibt es jetzt auch zwei Köchinnen, die auf der Baustelle kochen und uns versorgen. Sie kommen morgens auf die Baustelle und kochen hier.